• AS Renner

Das Schreiben eines Romans ist wie das Malen eines Portraits



Ich hab mir "Write Better, Faster." (PL) von Monica Leonelle als eBook gekauft und angefangen zu lesen. Es bestätigt mich in der Vermutung, dass ich Hemmungen habe vor dem Schreiben meines nächsten Romans, weil ich alles auf einmal erreichen will, siehe mein Notizzettel: "Questions for each scene".

All das sollte in einer guten, spannenden Szene stecken. Das ist geradezu überwältigend! Wie soll ich da überhaupt noch schreiben?

Dann sah ich "Portrait Artist of the Year 2017". Es ist so faszinierend, dem Portraitzeichner bei der Arbeit zuzusehen und mir wurde bewusst: genau so sollte ich auch an meinen Roman herangehen. Erst einige grobe Skizzen machen, dabei den Menschen kennenlernen, den ich portraitieren will, nicht nur äußerlich, sondern auch sein Inneres, das, was ihn antreibt, wie er selbst gesehen werden möchte, mit ihm einfach mal reden, eine persönliche Beziehung herstellen. Und dann mit dem Portrait beginnen, aber auch da erstmal verschiedene Blickwinkel, Hintergründe austesten, radieren, übermalen...

Auch ein Roman ist so ein vielschichtiges Kunstwerk. Ich kann nicht erwarten, eine Szene beim ersten Schreiben, perfekt hinzubekommen. Ich sollte vor allem nicht den Anspruch haben!

Monica Leonelle erklärt in "Write better, faster" (PL) ihren mehrstufigen Schreibprozess. Sie geht auch in diesem Artikel auf ihrem Blog darauf ein:

Outline – I wrote roughly a paragraph per chapter about what would happen in the chapter.

Write Beats – I expanded the outline to roughly five paragraphs per chapter, this time indicating whether a section is dialogue, description, or internal monologue. Each of these three requires a different writing mindset, and most authors gravitate toward one a little more.

Sketch – I turned each beat from “tell” to “show,” thinking of them as short instructions for what should be on the page. I didn’t bother writing in connectors or transitions between the beats, just tried to hit between 300-500 words with each beat. Essentially, I sketched out the scene without drawing firm lines.

Draft – I cleaned the sketch to what I call “compile,” which in software terms, means that the program actually runs (there are no syntax errors). For the fiction version of “compile,” I consider it compilable when I could hand it to someone and they could read it with no missing parts. This didn’t necessarily mean that the draft was perfect, but the draft communicated the story well enough that no one would say, “Hey, how did they jump from the bedroom to the restaurant?”

Für "Die Entscheidung" steht das Outline und tiefgründige Charakterstudien habe ich auch angefertigt. Jetzt wollte ich direkt den Sprung zum Entwurf (Draft) machen, natürlich mit möglichst perfekten Szenen, und spürte schon die Panik, mich überhaupt an diesen Text zu setzen. Das hat sich nun geändert, weil mir klar geworden ist, dass ich ganz locker, noch ein paar Zwischenschritte gehen kann, die mich ebenfalls zum finalen Draft führen werden.


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