• AS Renner

Fantasie versus Realität. Für meinen Roman recherchieren. #Romantagebuch

Aktualisiert: Juli 8



Mein neues (altes) Romanprojekt nach Stadt der Lügen ist eine Piratengeschichte. Ich weiß noch nicht, ob es wirklich der nächste beendete Roman wird, weil zwar die Geschichte ziemlich ausgereift ist, aber sie auch sehr viel Recherchearbeit erfordert.


Schon für Stadt der Lügen habe ich ausgiebig recherchiert und Gerichtsromane gelesen, um ein gewisses Sprachgefühl zu bekommen. Außerdem habe ich mir Gerichtsfilme und -Serien angesehen. Die Sprache der Anwälte, das Fachwissen für die einzelnen juristischen Fälle in meiner Geschichte herauszuarbeiten, war teilweise ziemlich trocken.


Aber ich habe auch coole Entdeckungen gemacht, zum Beispiel diesen Youtube-Kanal wo ein Anwalt Justizfilme kommentiert und über US-Gesetze und ihre Anwendung im Gericht fabuliert - super spannend und unterhaltsam, kann ich nur weiter empfehlen.



Zurück zu Red Lilly, meiner Piratengeschichte: Warum reicht es mir nicht als Recherche, alle Filme vom Fluch-der-Karibik-Franchise hoch und runter zu schauen? Das ist mir zu oberflächlich! Auch wenn ich das Buch (PL), auf dem diese Filmserie wohl basiert, schon gelesen habe, ist mein Anspruch an die Recherchearbeit höher.


Ich möchte das Gefühl haben, alles zu wissen, Expertin zu sein auf dem Gebiet. Vor allem, will ich Klischees (die Gefahr ist bei Fluch der Karibik auf jeden Fall gegeben!) und Unwahrheiten vermeiden. Und ich will die richtige Sprache finden! Die richtigen Begriffe!


Großartig finde ich die Serie Black Sails: echte Piraten wie Charles Vane, John Rackham, Blackbeard und Anne Bonny treffen auf die Fantasiegestalten Captain Flint, Billy Bones und Long John Silver aus der Schatzinsel. Diese Mischung finde ich super, weil sie einem das Gefühl gibt, als hätte es beispielsweise den furiosen Charakter James Flint tatsächlich gegeben.


Achtung! Das folgende Video enthält zahlreiche Gewaltdarstellungen!


Ähnlich wie in dieser Serie, will ich mich so nah wie möglich an der Realität orientieren, um den Lesern das Gefühl zu geben, die Geschichte ist wahr und ihnen zu helfen, darin einzutauchen.


Umso größer meine Angst, dass irgendein Detail so falsch ist, dass es beispielsweise dem Segelliebhaber die Fußnägel aufrollt und damit aus der Geschichte reißt. Ich habe schon einen Bekannten mit Segelerfahrung im Hinterkopf, der mein Manuskript oder entscheidende Stellen prüfen könnte, um zu schauen, ob es passt, aber das wird zu einem späteren Zeitpunkt geschehen.


Es gibt so viel zu entdecken in der Fachliteratur, in Sachbüchern, was gleichzeitig wieder Inspiration für Elemente im Roman werden kann. So kann ich die Welt meiner Charaktere erforschen und viele kleine wundervolle Details finden, die ich in meiner Geschichte einfließen lassen kann, um das Leseerlebnis zu verbessern.

Beispiel: Was Seefahrer gegessen haben aus dem Buch Segel, Sturm und Ozeane (PL) von Manuela Pinggera:


Ein Matrose lernte rasch, seine Brotration zuerst gegen die Schiffswand zu klopfen, damit er zumindest einen Teil des Ungeziefers darin loswurde. Was im Brot steckenblieb, wurde mitgegessen. Seeleute konnten bald am Geschmack der einzelnen Insekten unterscheiden, worauf sie eben gebissen hatten. Käfer schmeckten bitter, Kakerlaken nach Wurst; Maden fühlten sich unangenehm schwammig und kühl beim Draufbeißen an.

Ich sehe schon vor mir, wie zwei Charaktere, die gerade über etwas sprechen, ganz nebenbei ihren Zwieback gegen die Schiffswand schlagen und Bemerkungen darüber machen, dass da wohl Käfer drin gewesen sein müssen, weil der Zwieback bitter ist. Wären es doch nur Kakerlaken gewesen. Die hätten wenigstens nach Wurst geschmeckt. 🤓


Für mich bleibt die größte Schwierigkeit bei der Recherche, mich nicht zu sehr von der Wirklichkeit einschränken zu lassen. Inspiration nicht Gefängnis! Recherche ist ein zeitaufwendiger, aber spannender Teil der Arbeit als Schriftstellerin. Auf diese Weise, die Welt der Piraten erforschen zu können, macht mir extrem viel Spaß.


Folgende Bücher lese ich gerade, habe ich schon gelesen oder bestellt, falls jemand selbst Interesse hat, mehr über die echten Figuren aus dem Goldenen Zeitalter der Piraten oder die Seefahrt allgemein zu erfahren.


Sachbücher








Über das Segeln:



Piratenromane



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