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Warum ich nicht aufhören kann, Notizbücher zu kaufen


Foto von Joanna Kosinska (Unsplash)

Ich liebe es, mit dem Füller zu schreiben - was ich dabei schreibe, spielt keine Rolle - der Füller ist mein liebstes Instrument. Wenn die Feder über das Papier gleitet und Spuren in blau hinterlässt, ist das für mich ungeheuer befriedigend. Kein Wunder, dass ich den Beruf #Schriftstellerin gewählt habe, denn nun kann ich den lieben, langen Tag nichts anderes tun, als meine Notizbücher mit blauer Tinte (andere Farben nehme ich auch manchmal) zu füllen.

Was ich auch gern tue, durch von mir beschriebene Notizbücher zu blättern, nicht um den Inhalt zu lesen, der ist schon alt und egal, aber auch beim Blättern und Ansehen des seltsamen Musters aus Schrift und Formen empfinde ich eine angenehme Befriedigung. Eine leere Seite gehört einfach vollgeschrieben!

Um es gleich klarzustellen, ich bin nicht der Bulletjournal-Typ, obwohl ich es gern wäre. Ich schaue mir manchmal Videos auf Youtube an, wie jemand liebevoll Bulletjournals erstellt - Ihr habt es erraten: ungeheuer befriedigend 😆 - ich selbst aber bin für das Führen eines Bullet Journals zu undiszipliniert und chaotisch im Kopf. Ich brauche ganz einfache Möglichkeiten, meine Ideen und überhaupt den ganzen Gedankenmüll loszuwerden.

Mein "Auskotz"-Notizbuch - hier schreibe ich jeden Tag meinen Gedankenmüll rein.

Mein Hauptnotizbuch ist ein simples Spiral-A5-Notizbuch der billigsten Sorte, liniert. In "Writing Down the Bones"* sagt Natalie Goldberg, dass ein super tolles, teures Notizbuch dich nur vom Schreiben abhalten wird, weil so ein fancy Notizbuch nur mit richtig gutem Inhalt gefüllt werden will, schön ordentlich aufgeschrieben. Und sie hat recht. Deshalb kaufe ich stapelweise A5-Ringnotizbücher, und schreibe so gut wie jeden Tag dort rein. Die Morgenseiten zum Beispiel. Drei Seiten handschriftlich möglichst (!) jeden Morgen. Eine fantastische Idee von Julia Cameron aus "Der Weg des Künstlers"*. Die Morgenseiten helfen mir, mich zu fokussieren, mich auf die Spur zu bringen. Ich schreibe auch in diese A5-Ringbücher, wenn ich Angst davor habe, mich wieder an mein eigentliches Romanprojekt zu setzen oder um meine Gedanken zu sortieren. Ich schreibe dort rein, wenn ich mich langweile, wenn ich wütend bin, wenn ich eine neue Idee für eine Geschichte habe. Hier kommt wirklich mein Gedankenmüll rein, auch aus dem Alltag, damit ich Ruhe im Kopf habe.

"Newsletter-Blog- und andere Ideen", "Twitter-Sprüche" und "Wordcount" - drei weitere Notizbücher von mir

Seit ich wieder öffentlich aktiv bin mit Blog und Newsletter, habe ich ein weiteres Notizbuch, in dem ich meine Ideen für den Newsletter oder Blogthemen festhalte. Ist einfach eine Art To-Do-Liste, auch Bücher, die ich lesen will und Filme, die ich schauen will, schreibe ich dort in Listenform rein, alles unsortiert, einfach immer hintereinander. System schränkt mich zu sehr ein, ist mir zu anstrengend.

Da ich Angst vor dem Twittern habe - social anxiety trifft es wohl am besten - schreibe ich meine Ideen für Twitter, erstmal in ein Mini-Notizbuch und sage mir dann, hinter der Angst liegt mein wahres Glück und gehe dann erst online, um meine "Weisheiten" zu posten. Hilft irgendwie, dieser Zwischenschritt, macht es weniger beängstigend.

In ein noch kleineres, geradezu winziges Notizbuch schreibe ich rein, wie viele Wörter ich am Tag geschrieben habe. In erster Linie, um mich selbst zu motivieren, aber auch um meinen täglichen Output besser verfolgen zu können. Ich wurde gerade erst wieder gefragt, wie viele Wörter ich so am Tag schreibe und konnte keine klare Antwort geben - gibt ja auch Tage, wo ich nur plotte und Charakterstudien mache - da schreibe ich tausende von Wörtern, die enden aber alle nicht im Roman selbst.

Diese Notizbücher haben so schöne Cover - für jedes Romanprojekt habe ich ein eigenes. Das ist das Cover vom Notizbuch für "Philly. Mafia. Love."

Und dann habe ich noch Notizbücher im A4-Format - für jedes aktuelle Romanprojekt eins. Das große Format ist mir deshalb wichtig, weil ich hier meine Geschichte erforsche, Abhandlungen darüber schreibe, die Charaktere kennenlerne. Dafür brauche ich Platz.

Was ich übrigens auch noch oft benutze, wenn ich Ideen suche: ein loses weißes Blatt Papier. Das lege ich quer vor mich hin und mache dort dann ein Brainstorming zu einer Frage, die ich gerade an meine Geschichte habe. Einfach mal ein freies, weißes Blatt vor mir zu haben, hilft meine Ideen zu befreien, wenn ich mal stecken bleibe.

Doch ganz schön viele Notizbücher, die ich da verwende... Immer mit dabei habe ich aber nur das A5-Ringbuch und mein Handy. Da kommt im Notfall einfach alles rein. Ein Ordnungssystem ist mir nicht so wichtig. Hauptsache, es gehen keine Ideen verloren.

Spannend finde ich, wie andere Kreative ihre Notizbücher nutzen, zum Beispiel Austin Kleon. Füllst Du auch Notizbücher? Dann schreib mir gern mehr dazu unten in die Kommentare.

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