• AS Renner

Konzentration bitte!



Ich wünschte, ich wäre den ganzen Tag fit, also richtig fit - geistig klar, körperlich beisammen, gut drauf und immer relaxed. Wie viel ich dann schreiben könnte! Ist aber ein Wunschtraum. Trotzdem wende ich einige Tricks an, um meine Konzentration so lange wie möglich, hoch zu halten, auch wenn die geistige Klarheit langsam abnimmt und mein Körper keinen Bock mehr hat auf Sitzen.

Da fängt es schon an - Sitzen ist schlecht für's Gehirn! Klar, es gibt Phasen, da habe ich grad ne neue Storyidee und kann drei Tage hintereinander vor dem Bildschirm hocken und schreiben. Die Energie kommt dann einfach aus meiner Begeisterung für das neue Projekt.

Im Normalfall aber ist es gesünder, auf meinen Körper zu hören - die besten Ideen kommen sowieso, wenn man nicht am Computer sitzt. Also mal kurz aufstehen und was anderes machen. Mein Gehirn denkt einfach weiter, wenn ich Wäsche aufhänge oder die Spülmaschine ausräume oder eben mal ne richtige Pause mache und spazieren gehe. Dann schnell zurück an den Computer rennen und alles aufschreiben, was einem zwischenzeitlich durch den Kopf ging.

Kaffee kochen oder Tee (wenn man am Ende des Tages kein nervöses Wrack sein will), macht sich super als kurze Pause zwischendurch.

Kauen fördert auch die Konzentration. Kaugummis sind dann mein Mittel der Wahl. Ganz ehrlich, ich hab schon ganze Kaugummipackungen am Tag gekilled. Ob das so gesund ist? Aber immer noch besser als Rauchen, was die Schriftsteller früher ja gern gemacht haben sollen, hab ich mal irgendwo gelesen.

Wenn ich in der Bibliothek bin und das Nachmittagstief anrückt, haue ich mir gern Kopfhörer auf die Ohren und spiele Musik im Loop. Aber auch ein "Ortswechsel" kann Wunder wirken - wie wäre es mit Hogwarts oder einem magischen Teezimmer? Geht mit ein paar Klicks und Kopfhörern ganz einfach. "Philly. Mafia. Love." habe ich hauptsächlich in diesem Jazz-Café geschrieben. Es hilft extrem, zu den immer gleichen Klängen zurückzukehren, um schnell wieder in den Schreibmodus zu kommen.



Ich versuche das Wort Konzentration übrigens zu meiden - es ist so verkrampft. Eigentlich geht es doch darum, sich weit zu machen, entspannt sein, frei, um einen Zustand von Flow zu erreichen und zu halten - weniger zu "arbeiten", als im Fluss zu sein, kreativ zu sein - was meist das Gegenteil von Konzentration ist. Also einfach mal locker machen! Innerlich und körperlich. Eine Kerze anzünden, etwas Inspirierendes (PL) lesen, und nicht so viel daran denken, dass man ja unbedingt dieses verdammte Buch fertig schreiben muss.

Und wenn ich dann doch mal hundemüde bin, und ich echt nicht mehr weiterschreiben kann, lege ich mich auch gern mal hin. Im entspannten Halbschlaf habe ich schon ganze Plots weiter entwickelt und tolle Dialoge geschaffen - aber aufschreiben nicht vergessen! Sonst ist es weg!



#konzentrieren #schreiben #arbeiten #flow #schreibtipps


Infos zu meinen Projekten, Tipps, und alles, was mich vom Schreiben abhält, direkt in deine Mailbox: abonniere meinen Newsletter hier.

​FOLLOW ME

  • Instagram
  • zwitschern

© 2019 by AS Renner. Erstellt mit Wix.com