NaNoWriMo is over!


Jipee! Ich bin sehr, sehr glücklich und stolz, dass ich mich durchgekämpft habe. Ich bin ja mit dem Glauben in den NaNoWriMo (Was ist NaNoWriMo eigentlich?) gestartet, dass ich nur noch die Geschichte "runter schreiben" muss, dass ich schon genau weiß, was wann passieren wird, und warum.


Ich hatte mit ca. 23.000 Wörtern ein gutes Gerüst für die Geschichte vorbereitet und ich sah bereits die finalen 70.000 vor mir, wenn ich die 50.000 Wörter vom NaNoWriMo noch oben drauf packen würde. Haha!


Das ging gründlich schief. Mittendrin merkte ich nämlich, dass ich gegen eine Wand schrieb. Will heißen, irgend etwas stimmte mit dieser Geschichte einfach noch nicht! Also wurden jeden Tag die Worte immer weniger, die ich schrieb und irgendwann sagte ich: Stopp! Jetzt denk erstmal nach, bevor du weiter schreibst.


Das resultierte in fünf Tagen ohne ein Wort. Zwischendrin war ich wirklich soweit, einfach aufzugeben - aber aufgeben hieße, nicht nur NaNoWriMo zu verlieren, sondern auch das beenden von "Die Entscheidung" noch viel weiter nach hinten zu schieben.



Mittlerweile weiß ich nun schon, dass, wenn mir eine Wand begegnet, ich ein zwei Schritte Abstand nehmen und mir die Geschichte nochmal anschauen muss - was stimmt dort noch nicht? Es ist meine Intuition, die mir deutlich zu machen versucht, dass ich in die falsche Richtung schreibe, dass das nicht die Geschichte ist, die ich erzählen will. Mein Bauchgefühl hält mich sozusagen vom Schreiben ab.


Nun ist NaNoWriMo aber so aufgebaut, dass man jeden verdammten Tag durchzieht, ohne groß über die Geschichte nachzudenken, dann würde man nämlich das Ziel von 50.000 Wörtern nur mit großer Mühe schaffen!


Ich war in einer Sackgasse, aber der Zeitdruck ist Fluch und Segen des NaNoWriMo zugleich. Diesmal wollte ich die Geschichte nicht für ein paar Wochen zur Seite legen und mir ein anderes meiner Projekte vornehmen. Ich will einfach mal voran kommen! Zu viele meiner Buchprojekte warten darauf, endlich fertig gestellt zu werden. Und ich wollte den NaNoWriMo gewinnen!

Ich konsultierte nochmal das Buch Story Genius (PL) von Lisa Cron und machte einige Brainstorming Sessions. Und ich vertraute auf meine Intuition. Ich kenne mich mittlerweile ganz gut und weiß, wenn ich nicht zu viel Druck ausübe, entspannt bleibe, wird rechtzeitig eine Idee kommen. Ich musste mich nur wirklich jeden Tag hinsetzen und über die Geschichte nachdenken. Ich habe sehr viel mit mir selbst geredet 😅.





Das kann ich wirklich empfehlen. Ich versuche, meinem imaginären Gegenüber mein Problem mit der Geschichte zu erklären und dadurch komme ich dann normalerweise selbst drauf, was das Problem ist. Mir fehlte ein alles verbindendes Element, ein Problem, das die Protagonistin zum Handeln zwingt. Etwas, das im Laufe der Geschichte an Brisanz zunimmt und so die Handlung voran treibt. Dieses Problem habe ich gefunden! 💪


Die letzten Tage habe ich viel geschrieben, um den Rückstand im NaNoWriMo aufzuholen. Außerdem musste ich viele Passagen meines 3. Entwurfs wieder rausnehmen, weil die nicht mehr in die Geschichte passen. Das heißt: Wie zu Beginn des NaNoWriMo habe ich jetzt ca. 20.000 Wörter. Halt nur im Entwurf 4, statt Entwurf 3. Könnte ein wenig deprimierend sein, ist es aber nicht, weil ich wieder ein großes, wichtiges Element in meiner Geschichte "entdeckt" habe.


Eigentlich hatte ich mich darauf gefreut, im Dezember ein neues altes Projekt anzufangen (die Piratengeschichte), aber jetzt will ich "Die Entscheidung" noch durchziehen und hoffe, dass ich den 4. Entwurf jetzt bis zum Ende des Jahres (Weihnachten?) abschließen kann. Ich werde Euch auf dem Laufenden halten (siehe auch die Balken oben auf meiner Website).


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