• AS Renner

Schreiben im Exil


Von der Notwendigkeit des Exils und Getrenntseins. Ich sehe das auch so wie Henri Cole in seinem Tweet: sich vom Alltag, den Freunden, der Familie zu lösen ist Teil meines kreativen Prozesses, zumindest beim Schreiben von Geschichten. Das Alleinsein spüren, die Einsamkeit, hilft mir, mich in meine Charaktere hineinzuversetzen, in die Stimmung der Geschichte. Ich führe dann sehr gern Selbstgespräche, durchlebe die Szenen in meinem Kopf und das geht nunmal am besten, wenn ich allein bin.

Es gibt Momente, da wünschte ich, ich könnte ein echter Schreib-Eremit werden. Nur schwierig mit drei Kindern, die auch Zeit und Wärme von ihrer Mutter brauchen.

Viele kreative Frauen haben scheinbar dieses Problem: die Waage zwischen kreativer Arbeit und Zeit für die Familie. Zeit für dich und deinen Prozess vs. Zeit für die wichtigen Menschen in deinem Leben. Kreativität braucht Rückzug, die Möglichkeit, sich mal von allem abzukanzeln. Zeit als eine der wichtigsten Ressourcen für künstlerisch Schaffende.

Meine Schreib-Retreats habe ich normalerweise, wenn die Kinder bei Oma und Opa sind. Vielleicht wäre es klug, dann selbst mal an einen anderen Ort zu reisen statt im Alltag zu bleiben. Allein in einer anderen Stadt und dort schreiben, lesen, und durch die Straßen laufen - das Gleiche, was ich tagsüber, wenn die Kinder in Kita und Schule sind, hier in Dresden übrigens auch mache.


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