• AS Renner

Schreiben kann jeder

Aktualisiert: 2. Nov 2019



Ich hatte bestimmt schon den dritten Entwurf zu Philly. Mafia. Love. geschrieben und bastelte, teilweise recht lustlos am Text herum. Mir war klar: das ist einfach noch nicht gut genug! Also habe ich mich überwunden und mir eine Lektorin gesucht, die mir weiter helfen sollte. Ich schickte ihr zunächst einmal die ersten Seiten des Romans zum Probelektorieren. Allein dadurch haben sich mir neue Welten eröffnet.


Ganz konkret die Schwachstellen eines Textes benannt zu bekommen, hat mir extrem geholfen. Zu wissen, wo genau ich ansetzen muss, wie ich "Show don't tell" beispielsweise umsetzen könnte in so einer Szene war Gold wert!


Und dann habe ich von ihr ein Plotgutachten machen lassen - man muss ja auch erstmal wissen, dass es sowas gibt. Die Lektorin klopft die Story auf Schwächen ab, fragt nach den Motiven der Charaktere, nach dem tatsächlichen Thema der Geschichte - ebenfalls Gold, ach was sage ich, Diamanten! So viele Erkenntnisse über die Charaktere und den Inhalt meiner Geschichte sind mir erst nach dem Plotgutachen gekommen.


Erst nach der Arbeit am Plot, am Exposé kann ich wirklich sagen, inhaltlich macht Philly. Mafia. Love. für mich Sinn. Ich kann diesen Roman nach Abschluss des Lektorats guten Gewissens in Buchform pressen.


Seit ich vor ein paar Jahren angefangen habe, mich ernsthaft mit dem Schreiben auseinanderzusetzen, ist mir eine Sache klar geworden: Schreiben ist ein Handwerk und das bedeutet, du kannst es lernen und dich verbessern, wie bei allen anderen "handwerklichen" Tätigkeiten auch - einen Schrank zimmern, einem Menschen die Zähne richten, kochen, Häuser bauen, whatever! Der Beruf Autor*in gehört definitiv dazu.


Eine gute Nachricht! Es kommt gar nicht so sehr auf ein vorhandenes Talent an, als auf den Wunsch, es wirklich zu können, das Verlangen danach!


Was ich tue, um eine bessere Schriftstellerin zu werden


Tipp Nummer 1: Ich hole mir den Rat von Profis! Um selbst ein Profi zu werden. So ein Plotgutachten kostet nicht die Welt und hat mich persönlich in meiner Geschichte so viel weiter gebracht. Meine Lektorin hat mir sehr wichtige Fragen gestellt, damit ich meine eigene Geschichte und die Motivation der Charaktere besser verstehe. Auch einfach mal ein paar Seiten, muss ja nicht gleich der ganze Roman sein, von einer Lektorin/einem Lektor anschauen lassen. Kostet nicht so viel, kann dir aber schon helfen, die Schwächen deines aktuellen Schreibstils zu erkennen und oft sind es nur kleine Veränderungen, die dich weit bringen.


Tipp Nummer 2: Ich lese Bücher über das Schreiben und lerne viel dadurch. Und es motiviert mich jedes Mal aufs Neue. Es ist nie langweilig, darüber zu lesen, wie andere AutorInnen arbeiten, welche Tricks sie in ihrer Werkzeugkiste haben.


Tipp Nummer 3: Höre Podcasts, nicht nur über das Schreiben, auch über die Entwicklungen auf dem Buchmarkt (The Creative Penn kann ich da sehr empfehlen). Ich habe einige Podcasts abonniert, die ich höre, wenn ich mal unterwegs bin oder abends vor dem Einschlafen. Motivation pur! Als Schriftsteller*in vor deinem Computer bist du definitiv nicht allein!


Tipp Nummer 4: Ich schaue Author Tube Videos. Jeder Autor/jede Autorin hat verschiedene Ideen, Ansätze über das Schreiben, neue Empfehlungen für Apps, Bücher und andere Hilfsmittel, und vor allem wieder: Motivation, die Arschbacken zusammen zu kneifen und selbst zu schreiben!


Tipp Nummer 5: Online-Kurse. Masterclass finde ich cool, wenn du Geld ausgeben willst. Dort plaudern die ganz Großen aus dem Nähkästchen: Neil Gaiman, Margaret Atwood, James Patterson. Es gibt aber auch kostenlose Kurse von Fantasy Autor Brandon Sanderson beispielsweise.


Tipp Nummer 6: einer der wichtigsten. Nimm dich selbst ernst! Ich bin Schriftstellerin und arbeite hart, damit meine Geschichten wirklich gut werden, weil ich mich für diesen Beruf bewusst und mit ganzem Herzen entschieden habe, also tue ich, was jeder machen sollte, der seinen Beruf liebt, ich bilde mich weiter und halte mich auf dem Laufenden. Es ist ganz leicht, weil es mir Spaß macht und mich auch wirklich interessiert.


Dort draussen gibt es eine ganze Welt von Tricks, Tipps und Kniffen, die dir helfen, ein Profi in diesem Fach zu werden. Nutze sie! Gute Geschichten braucht die Welt - wir sind doch alle unersättlich, was gute Geschichten angeht, oder? Also die Ärmel hochkrempeln und an die Arbeit!


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